Der Report basiert auf den Erkenntnissen führender Branchenexpert:innen sowie den Resultaten einer Umfrage von Allianz Partners. Er identifiziert drei Faktoren, mit denen die Gesundheitssysteme die weitreichenden Herausforderungen bewältigen können, denen sie heute gegenüberstehen:

Faktor 1: Fokus auf Prävention 

Die Sensibilisierung und das Bewusstsein der Öffentlichkeit für chronische oder nicht übertragbare Krankheiten sind entscheidend, wenn die Länder die Belastung der Gesundheitssysteme heute und in Zukunft verringern wollen. Doch das öffentliche Bewusstsein und die Beteiligung sind nach wie vor gering.

Faktor 2: Stärkere Sensibilisierung der Menschen für das Thema Gesundheit 

Wenn die Patient:innen mehr Eigenverantwortung übernehmen, das eigene Gesundheitsverhalten optimieren und gegebenenfalls ihren Lebensstil ändern, könnte das erheblich zur allgemeinen Entlastung beitragen. Dabei gibt es jedoch große Hindernisse.

Faktor 3: Erschließung des Potenzials digitaler Gesundheitsdienste 

Digitale Gesundheit hat ein enormes Potenzial, die Gesundheitsvorsorge zu verbessern. Die Pandemie führte zu einem Anstieg der Nutzung digitaler Gesundheitsdienste, aber es gibt weiterhin große Unterschiede, insbesondere zwischen den Generationen.


„Eine stärkere Befähigung der Patient:innen zur Eigenvorsorge ist entscheidend dafür, dass die Gesundheitskrise erfolgreich bekämpft werden kann. Damit ist nicht zuletzt auch ein größeres Verständnis für die Probleme und Herausforderungen der Zeit verbunden. Der Schlüssel zur Lösung ist unter anderem eine noch bessere Nutzung neuer Technologien.“

Paula Covey, Chief Marketing Officer Health, Allianz Partners

„Wenn die Gesundheitssysteme die vorhandenen Netzwerke in den lokalen Gemeinden und auch Familien effektiver nutzen und digitale Gesundheitsdienste auf diesem Weg für alle zugänglich machen, können die Menschen besser in die Gesundheitsversorgung einbezogen werden – die Voraussetzung für eine optimierte allgemeine Gesundheitsversorgung.“

Dr Umbereen Nehal, ehemalige Chief Medical Officer und
medizinische Leiterin von Medicaid und derzeitige MIT Sloan Fellows MBA-Kandidatin

Verstehen der Geisteszustände in der sich entwickelnden Welt der Gesundheit. Der "States of Mind Health Report" von Allianz Partners zeigt auf, wie sich unsere Wahrnehmung von Gesundheit und Gesundheitsversorgung verändert – und welche Denkweisen erforderlich sind, um die Ergebnisse zu verbessern.Die entscheidenden Denkweisen, die die Zukunft des Gesundheitswesens prägen.Der Fokus auf Prävention statt Heilung ist entscheidend. Die Erhöhung des öffentlichen Bewusstseins und der Engagements im Umgang mit chronischen/nicht übertragbaren Krankheiten (NCDs) ist von großer Bedeutung, wenn Länder die Belastung ihrer Gesundheitssysteme heute und in der Zukunft verringern wollen. Doch das öffentliche Bewusstsein und Engagement bleiben gering. Prozentsatz derjenigen, die sich Sorgen über das Risiko machen, an chronischen Krankheiten zu leiden: 51 % der 26- bis 40-Jährigen mit Familien, 33 % der über 65-Jährigen. Wir müssen uns auf präventive Maßnahmen konzentrieren – wie Änderungen in der Ernährung, Erhöhung der Aktivitätsniveaus, Reduzierung des Rauchens und Alkoholkonsums –, die das Risiko von NCDs verringern. *Dazu gehören Herzkrankheiten, Schlaganfall, Krebs, Diabetes und chronische Lungenerkrankungen.
Mehr Menschen in Gesundheitsfragen zu befähigen. Mehr Patienten-Empowerment ist notwendig, um das Gesundheitserlebnis zu verbessern und Verhaltensänderungen zu fördern. Es gibt jedoch erhebliche Hindernisse wie mangelndes Bewusstsein und Misstrauen. Nur 46 % gaben an, dass sie nach der Pandemie eine aktivere Rolle in ihrer eigenen Gesundheitsversorgung übernehmen wollen. Das wahre Potenzial der digitalen Gesundheit ausschöpfen. Digitale Gesundheit hat enormes Potenzial, die präventive Gesundheitsversorgung zu verbessern und mehr Menschen in ihr eigenes Wohlbefinden einzubeziehen. Die Pandemie hat die Nutzung digitaler Gesundheitsdienste erhöht. In den letzten zwei Jahren stieg die Nutzung von Telekonsultationen bei jungen Familien um 26 Prozentpunkte. Es bestehen jedoch weiterhin deutliche digitale Unterschiede. Nur 39 % der über 65-Jährigen nutzen oder würden eine medizinische Fernüberwachung in irgendeiner Form in Betracht ziehen. "Wir müssen unser Verständnis der Probleme und potenziellen Lösungen für die sich langsam entfaltende Gesundheitskrise vertiefen – indem wir Patienten befähigen, mehr Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen und die neue verfügbare Technologie besser zu nutzen", sagt Paula Covey, Chief Marketing Officer für Gesundheit bei Allianz Partners. Die Daten stammen aus der 2022 Customer Lab Forschung von Allianz Partners in Australien, Belgien, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Italien, Großbritannien und den USA.
Wenn Sie mehr über den Allianz Partners States of Mind Health Report erfahren möchten, schreiben Sie uns gerne:  presse-awpde@allianz.com